Zum Inhalt

Funk

Meteor-M: Ausrüstung

Die Hardware ist für jeden Weg dieselbe: ein Empfänger am USB-Anschluss und eine Antenne für 137 MHz.

Der Empfänger

Ein RTL-SDR-Stick, zum Beispiel in der Ausführung V3 oder V4. SDR heißt „Software Defined Radio“: ein kleiner Empfänger am USB-Anschluss, bei dem ein Programm das Radio ist. Er hängt am Rechner oder an einem Raspberry Pi.

Gut geeignet sind der RTL-SDR V3 und V4 sowie der Nooelec NESDR SMArtee. Alle drei können einen Vorverstärker über das Antennenkabel mit Strom versorgen; der Nooelec SMArt ohne „ee“ kann das nicht. Blaue Billigsticks eignen sich schlecht: Viele haben einen unempfindlichen Empfangschip und werden schnell heiß.

Ein Handfunkgerät reicht hier nicht. Das Signal ist rund zehnmal so breit wie ein Sprechfunkkanal und muss von einem Programm entschlüsselt werden.

Die Antenne

Sie muss für 137 MHz gebaut sein und den ganzen Himmel sehen. Nachführen muss man sie nicht. Zwei Bauformen sind üblich.

Wichtiger als jede Antenne ist der Platz: freie Sicht zum Himmel und wenig Störungen. Am besten geht es auf freiem Feld oder auf einer Anhöhe. Störungen kommen von Schaltnetzteilen, LED-Lampen und Powerline-Adaptern, die das Heimnetz über die Stromleitung führen. Zu einem UKW-Rundfunksender sollte man mindestens etwa einen Kilometer Abstand halten, sonst übersteuert er den Stick.

Der V-Dipol

Zwei Stäbe von je rund 53 Zentimetern, die im Winkel von 120 Grad auseinanderlaufen. Sie liegen waagerecht, die Öffnung zeigt nach Süden. Das ist das Einstiegsmodell: Der Empfang ist recht gut, das Bild kann aber Lücken enthalten.

Ansicht von oben Norden Koaxkabel zum Empfänger Innenleiter an den einen StabAbschirmung an den anderen 120° Stablänge 53 cm Alustab oder Draht, etwa 3 mm dick Lüsterklemme Süden
Der V-Dipol für 137 MHz. Beide Stäbe liegen waagerecht, die Öffnung zeigt nach Süden, das Kabel führt nach Norden weg. Für die Stäbe taugen Aluminiumstäbe, Schweißdraht oder ein Stück Kupferdraht aus einem Installationskabel.

Aufgestellt wird er im Freien, mit freier Sicht zum Himmel und weg von Hauswänden.

Die Helix-Antenne

Vier verdrillte Bügel aus Kupferrohr oder Draht auf einem Kunststoffrohr. Genau heißt sie Quadrifilar-Helix, kurz QFH: vier Leiter, schraubenförmig gewunden. Sie ist die Antenne für einen festen Platz im Garten oder auf dem Dach und empfängt gleichmäßiger und bis näher an den Horizont als der V-Dipol.

Der Grund liegt in der Welle selbst. Der Satellit sendet zirkular polarisiert: Das Feld der Welle dreht sich beim Weiterlaufen wie ein Korkenzieher, wie die Animation zeigt. Die Helix-Antenne ist genauso gewunden und nimmt die ganze Welle auf. Der waagerecht liegende V-Dipol spricht nur auf den waagerechten Anteil an. Allein dadurch bekommt er die Hälfte der Leistung. Dazu empfängt er in Richtung seiner Stabenden kaum etwas, deshalb ist der Abstand zur Helix bei flachen Überflügen noch größer.

Eine Helix-Antenne, die halbwegs funktioniert, ist schnell gebaut. Eine, die gut funktioniert, muss nach dem Bau mit einem Messgerät für Antennen, einem Netzwerkanalysator, abgeglichen werden.

Bei Meteor-M2-3 ist die Helix weniger im Vorteil. Weil seine Sendeantenne schief steht, schwankt das Signal stark. Ein V-Dipol in der Hand, den man während des Überflugs dreht und neigt, kann das teilweise ausgleichen.

Bauplan und Rechner

Ein fertiger Musterbauplan zeigt, wie die Helix-Antenne für Meteor-M gebaut wird:

Ansicht von der Seite Breite 378 Höhe 566 Höhe 518 große Schleife kleine Schleife, um 90° versetzt Speisepunkt Mast Ø 40
Musterbauplan für 137,5 MHz in gedrungener Bauform: Leiter 6 mm, Biegeradius 15 mm, Mast 40 mm, Maße in Millimetern. Zwei Seiten mit Hauptmaßen, Zuschnitt und Biegemarken, Bohrplan für den Mast, Anschluss und Bauablauf. Ein Klick auf die Zeichnung lädt den Plan als PDF.

Wer andere Maße braucht, etwa für einen anderen Leiterdurchmesser, Mast oder eine andere Frequenz, rechnet sie mit dem QFH-Rechner aus. Er erstellt auch den passenden Bauplan.

Das Zubehör

Auf freiem Feld geht es ohne. In Städten und Dörfern bringt der Empfang ohne Filter und Vorverstärker dagegen meist kein gutes Bild, und das Zubehör hilft deutlich, wenn das empfangene Bild lückenhaft bleibt:

Wie es weitergeht

Mit Stick und Antenne fehlt noch der Teil, der rechnet: Meteor-M: am Rechner beschreibt den Empfang von Hand unter Windows, Linux und macOS.