Photovoltaik · Fragen aus der Praxis
Was tun, wenn nach 20 Jahren die EEG-Vergütung endet?
Kurz: Die Anlage darf weiterlaufen. Für eingespeisten Strom gibt es danach nur noch wenig Geld, deshalb lohnt es sich meist, mehr selbst zu verbrauchen.
Was passiert
Die Vergütung läuft 20 Jahre plus den Rest des Jahres der Inbetriebnahme. Danach nimmt der Netzbetreiber den Strom bei kleinen Anlagen weiter ab, zahlt dafür aber nur den Marktwert für Solarstrom abzüglich einer Gebühr, zuletzt meist wenige Cent je Kilowattstunde. Diese Regeln ändern sich mit dem EEG immer wieder; vorher beim Netzbetreiber nachfragen.
Die Möglichkeiten
- Weiter einspeisen wie bisher. Kein Aufwand, aber kaum Ertrag.
- Auf Eigenverbrauch umstellen. Den Strom im Haus nutzen und nur den Rest einspeisen. Dafür ist meist ein neuer Zähler nötig (Zweirichtungszähler), oft auch eine Änderung im Zählerschrank. Mit einem Speicher wird deutlich mehr selbst genutzt.
- Erneuern. Nach 20 Jahren sind Wechselrichter oft am Ende, die Module leisten weniger als damals. Neue Module bringen auf derselben Fläche heute rund das Anderthalb- bis Zweifache. Wie eine erneuerte oder erweiterte Anlage vergütet wird, hängt vom Einzelfall ab; das vorher mit dem Netzbetreiber klären.
Vorher prüfen lassen
Eine Anlage dieses Alters sollte eine Elektrofachkraft durchsehen, bevor weiter investiert wird: Verkabelung, Steckverbinder, Dachdurchführungen und Wechselrichter.
👉 Wie sich das bei deiner Anlage rechnet, zeigt der Amortisationsrechner, auch für bestehende Anlagen und Erweiterungen.
Stand: Oktober 2026. Allgemeine Grundlagen zur ersten Orientierung, ein kleiner Ausschnitt aus der Praxis. Keine Beratung im Einzelfall.