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Photovoltaik · Fragen aus der Praxis

Ist mein Dach geeignet?

Kurz: Fast jedes Dach mit freier Fläche und ohne starke Verschattung eignet sich. Süden ist keine Pflicht: Ost-West verteilt den Strom über den Tag und passt gut zum eigenen Verbrauch.

Ausrichtung und Neigung

Verschattung und Optimierer

Schatten auf einem Modul kann den Strang bremsen; Bypassdioden und moderne Wechselrichter fangen das meist ab. Am meisten bringt Planung: Abstand zu Gauben, Kaminen und Antennen (schon 50 Zentimeter helfen), verschattete Ecken frei lassen, unterschiedliche Flächen auf eigene MPP-Tracker.

Optimierer halte ich meist für keine gute Idee: 50 bis 80 Euro je Modul, eigene Verluste, zusätzliche Elektronik auf dem heißen Dach. Fällt einer nach zehn Jahren aus, ersetzt die Garantie oft nur das Gerät, teils nur zum Zeitwert; Gerüst und Montage zahlt der Besitzer. Ob es dann noch passende gibt, weiß niemand. Besser eine gut geplante Anlage.

Dachzustand und Asbest

Steht in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren eine Sanierung an, vorher sanieren. Die Anlage später ab- und wieder aufzubauen ist teuer.

Asbest: Auf Asbestzementdächer (Faserzementplatten bis in die 1990er Jahre) darf keine PV-Anlage montiert werden, auch nicht privat in Eigenleistung; eine Ausnahme gibt es nicht. Die Platten müssen vorher mindestens unter der Anlage von einem Fachbetrieb entfernt werden; meist lohnt gleich das ganze Dach. Platten ohne Kennzeichnung „NT“ als asbesthaltig behandeln oder prüfen lassen.

Gewicht und Statik

Platzbedarf

Aktuelle Module leisten rund 450 bis 500 Watt auf etwa 2 m². Je kWp braucht man 5 bis 6 m² Dachfläche, bei verwinkelten Dächern mehr.

Brandwand und Denkmalschutz

Den Abstand zur Brandwand bei Reihen- und Doppelhäusern regelt das Bundesland. Seit 2022 wurde vielerorts gelockert, teils gilt gar kein Abstand mehr, sonst meist 50 Zentimeter. Auskunft gibt das Bauamt. Bei Denkmalschutz ist eine Genehmigung nötig.

Eine erste Einschätzung geben die Solarkataster vieler Länder und Städte im Internet.

👉 Wie sich das bei deiner Anlage rechnet, zeigt der Amortisationsrechner, auch für bestehende Anlagen und Erweiterungen.

Stand: Oktober 2026. Allgemeine Grundlagen zur ersten Orientierung, ein kleiner Ausschnitt aus der Praxis. Keine Beratung im Einzelfall.