Astronomie
Himmel heute Nacht
Lohnt es sich, heute Nacht rauszugehen? Vier Dinge entscheiden: Dunkelheit, Mond, Wolken und der Ort.
Die Nacht im Überblick
- Dunkel Die Zeit, in der die Sonne mehr als 12 Grad unter dem Horizont steht; die Dämmerung ist dann praktisch vorbei. „Ganz dunkel“ heißt mehr als 18 Grad: Dann hellt die Sonne den Himmel gar nicht mehr auf. Im Hochsommer wird das bei uns nicht erreicht.–
- Mond beleuchtet Der Anteil der Mondscheibe, den die Sonne gerade bescheint: 0 % ist Neumond, 100 % Vollmond. Steht der Mond am Himmel und ist mehr als ein Viertel beleuchtet, überstrahlt er schwache Sterne, die Milchstraße und Polarlichter.–
- Bewölkung Der Anteil des Himmels, der laut Wettervorhersage von Wolken bedeckt ist, gemittelt über die dunklen Stunden. Bis 30 % zählt hier als klar. Auch dünne, hohe Schleierwolken stören, obwohl man sie nachts kaum sieht.–
- Standort Wie stark künstliches Licht den Himmel am Standort aufhellt, grob geschätzt aus Satellitenmessungen des Lichts im Umkreis von rund 10 Kilometern. Die Einheit nW/cm²/sr heißt Nanowatt je Quadratzentimeter und Steradiant. Sie gibt die Strahldichte an: wie viel Lichtleistung eine Fläche am Boden in eine Richtung nach oben abstrahlt. Zur Einordnung: unter 0,5 dunkle Gegend, um 1 ein Dorf, um 10 eine Kleinstadt, über 50 das Zentrum einer Großstadt. Zur Karte–
ganz dunkel dunkel Dämmerung Mond stört klar teils bewölkt bewölkt
. Sonne und Mond sind berechnet, „dunkel“ heißt: Sonne mehr als 12 Grad unter dem Horizont. Der Mond gilt als störend, wenn er am Himmel steht und mehr als ein Viertel beleuchtet ist. Wie hell der Standort ist, schätze ich grob aus der Karte der Lichtverschmutzung: aus dem Licht im Umkreis von rund 10 Kilometern. Den Standort setzt man dort mit einem Klick auf die Karte. Bewölkung in Prozent: Vorhersage von Open-Meteo.com (CC BY 4.0), abgeholt von meinem Server.
Worauf es ankommt
Ob eine Nacht zum Beobachten taugt, hängt an vier Dingen. Drei davon ändern sich jede Nacht, eines hängt am Ort.
- Dunkelheit: Nach Sonnenuntergang dauert es gut eine Stunde, bis der Himmel dunkel ist. Im Juni und Juli wird es bei uns gar nicht mehr ganz dunkel.
- Mond: Ein heller Mond am Himmel überstrahlt alles Schwache. Die besten Nächte liegen um Neumond, oder in den Stunden, bevor der Mond aufgeht oder nachdem er untergegangen ist.
- Wolken: Die Vorhersage zeigt, wie viel vom Himmel bedeckt sein soll. Sie kann danebenliegen, vor allem bei Nebel und hohen Schleierwolken. Der Blick nach draußen entscheidet.
- Standort: In der Stadt bleibt der Himmel auch in der klarsten Nacht hell. Wo es dunkel ist, zeigt die Karte der Lichtverschmutzung. Dort lässt sich auch der Standort setzen, für den hier gerechnet wird.
Ob dazu auch Polarlichter möglich sind, steht auf der Seite Polarlichter.
Stand: Oktober 2026. Allgemeine Grundlagen zur ersten Orientierung, ein kleiner Ausschnitt aus der Praxis. Keine Beratung im Einzelfall.